Die Adria

Schutz der Adria

Neben dem reichen Kulturerbe zeichnet sich das Adriatische Meer durch mannigfaltige Naturwerte und -attraktionen aus. Die Natur genießt nach der Verfassung der Republik Kroatien einen besonderen Schutz. Die für den Naturschutz zuständige staatliche Körperschaft ist die Staatliche Naturschutzverwaltung.

Das Gebiet des Küstenlandes nimmt eine Sonderstellung ein. Es wird eine systematische Umweltschutzpolitik durch entsprechende Raumplanung und Verwaltung im Einklang mit einer kontrollierten Entwicklung betrieben.

Ständige biologische, ökologische, chemische und physikalische Untersuchungen in der Adria werden von den Meeresforschungsinstituten in Rovinj, Split und Dubrovnik durchgeführt.

Unlängst wurde ein Entwicklungsprojekt für die Inseln vorgestellt, das eine qualitätvollere Entwicklung unserer Inseln anregen soll. Außer den staatlichen Behörden wirkt auch eine Reihe von Gesellschaften, die durch ihrer Programme und Aktivitäten zur Bewahrung und zum Schutz des Naturreichtums beitragen.

Die Kroatische biologische Gesellschaft und die Kroatische ökologische Gesellschaft führen Projekte zur Erforschung der Adria und ihrer Unterwasserwelt durch und unterstützen sie. Dazu gehören das Forschungsprojekt über den Tümmler (in Zusammenarbeit mit dem Tethy-Institut aus Mailand), und die Gruppe "des Mediterranen Seebären (Bärenrobbe)", die die Lebensräume erforscht, in denen einst dieses Meeressäugertiere gelebt hat; des Weiteren gibt es die Bewegung der Naturfreunde "Lijepa nasa", die unter anderen an den Projekten "Plava zastava" (Blaue Fahne), "Zelena zastava" (Grüne Fahne) und Öko-Schule arbeitet und deren Hauptziel die Ausbildung jüngerer Generationen ist. Dies sind nur einige der Gesellschaften, die sich mit der Verbreitung des ökologischen Bewusstseins beschäftigen.



Eine lebendige Unterwasserwelt

In der Adria leben zahlreiche Tier- und Pflanzenorganismen. Man unterscheidet zwischen zwei Lebensräumen, dem Pelagial und dem Benthos. Im Pelagial oder im freien Wasser des Meeres leben zwei große Gruppen von Organismen: das Plankton, d.h. alle im Wasser schwebenden Organismen und das Nekton oder das Schwimmende, wozu alle Organismen gehören, die sich im Wasser aktiv bewegen können.

Zum Benthos, d.h. zum Leben auf dem Meeresboden, zählen alle anderen Organismen, die ständig oder vorübergehend an den Meeresboden gebunden sind.Im Wasserquerschnitt unterscheiden wir zwischen Zonen oder "Stufen" mit bestimmten Merkmalen:

Das Supralitoral stellt die Zone dar, die der Meeresgischt ausgesetzt ist. Das Mediolitoral ist die Gezeitenzone. Danach folgt das Infralitoral oder die Zone der photophyllen Algen und Seegräser die in der Adria von der Ebbegrenze bis zu einer Tiefe von 35 bis 60 Metern reicht.

Das Abisal reicht von 50 bis 200 Metern Tiefe.

Das Hadal oder die Tiefseezone umfasst einen Raum, der tiefer als 200 Meter ist. Das Abisal ist nur im südlichen Teil des adriatischen Meeres und im Jabucka-Becken (Jabucka kotlina) vorhanden, und das Hadal gibt es in unserem Meer nicht.

Im Supralitoral der Adria leben Rankenfüßer, und im Mediolitoral z.B. die endemische Alge Mittelmeerfucus sowie die Pferdeaktinie und Wachsrose. In der Zone des Infralitorals, die den größten Teil umfasst, leben die meisten Algenarten, verschiedene Korallenarten, Moostiere sowie verschiedene Fischarten wie zum Beispiel Brasse, Ringelbrasse, Meergrundel, Goldstriem, Meerjunker und viele andere.

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